Milkas Trächtigkeitskalender

1. Woche

Falls die Hündin jetzt Medikamente nehmen muss, ist dies auf jeden Fall vorher mit dem Tierarzt abzusprechen. Die Hündin sollte normal gefüttert und normal bewegt werden. Es sollten keine Insektizide benutzt werden und keine Impfungen mit lebend Stoffen verabreicht werden.


Fr, 14.09.2012

Erster Deckungstag. Sperma wandert außerhalb der Gebärmutterschleimhaut. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, sollte der Deckakt innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Deckakt wiederholt werden.

 

Milka wurde am Abend zwischen 20 und 20.30 Uhr zum ersten Mal von Eragon gedeckt. Es war der 13. Tag der Läufigkeit.


Sa, 15.09.2012

Sperma wandert zu den Eileitern. Die Spermien bleiben in den weiblichen Geschlechtsorganen eine Zeitlang befruchtungsfähig. Bei den Säugetieren ist diese Zeit im Allgemeinen recht kurz (ca. 24 Std).

 

Milka wurde am späten Nachmittag zum zweiten Mal von Eragon gedeckt. Es war der 14. Läufigkeitstag.


Sa, 15.09.2012
bis
So, 16.09.2012

Sperma erreicht die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befinden.

 

Ich habe Milka heute viel schlafen lassen. Sie legt immer noch die Rute bei Berührung zur Seite.


So, 16.09.2012
bis
Mo, 17.09.2012

Befruchtung der Eizellen (in den Eileitern).


Mo, 17.09.2012
bis
Mi, 19.09.2012

Die befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals.


2. Woche

Pflege und Haltung der Hündin wie in Woche 1.


Fr, 21.09.2012
bis
Di, 25.09.2012

Die Eizellen entwickeln sich zu Blastocyten.


Di, 25.09.2012
bis
Do, 27.09.2012

Die Embryos erreichen die Gebärmutter.


29.9.2012: Das Verhalten ändert sich jetzt etwas. Nach einer Woche mit viel Schlaf, totaler Gelassenheit und innerer Ruhe, einer lieben, sanften und kuschelbedürftigen Hündin, erlebe ich nun (seit dem 27.9.) bei Begegnungen mit fremden oder ihr unsympathischen Hunden eine sehr aufbrausende Milka. Beim Spaziergang am 27.9. (14. Tag) stellte sie total auf Stur, wollte bestimmte Wege nicht gehen, war unsicher und schlich wie eine alte Oma. Sie wirkte sehr geistesabwesend. Nach wie vor hat sie Heißhunger, ist gierig und ungewöhnlich aufdringlich, wenn es um Futter geht. Sie wirkt aber jetzt nicht mehr so introvertiert wie in den ersten beiden Wochen nach dem Decken.


3. Woche

Die Hündin leidet möglicherweise unter morgendlicher Übelkeit aufgrund der hormonellen Umstellung oder Spannungen in der Gebärmutter. Füttern Sie kleine Mahlzeiten mehrmals am Tag, um gegen die morgendliche Übelkeit zu helfen. Falls die morgendliche Übelkeit anhält, kann der Tierarzt ein Mittel verschreiben, um die Gebärmutter zu beruhigen. Manche Hündinnen fressen ab dem 20. Tag für einige Tage gar nichts oder zumindest sehr wenig. In der Regel pegelt sich ihr Fressverhalten danach wieder ein. Viele Hündinnen sind jetzt besonders anhänglich.


Fr, 28.09.2012
bis
Fr, 05.10.2012

Am 19. Tag setzen sich die Keimbläschen (sog. Blastocyten) in der Gebärmutterwand fest. Diese formen embrionale Bläschen. Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist das eindeutigste Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.


30.9./1.10.2012 -

17. und 18. Trächtigkeitstag:

etwas Schleim, glasklar, kaum zu sehen, es ist alles verklebt.

2.10.2012 - 19. Trächtigkeitstag:

Bauchumfang (hinter den Rippenbögen gemessen) ca. 41 cm,

Gewicht 10,17 kg

3.10.2012 - 20. Trächtigkeitstag:

Bauchumfang ca. 45 od. 46 cm,

Appetit unverändert

4.10.2012 - 21. Trächtigkeitstag:

Milkas Bäuchlein:




4. Woche

Am 22. Tag sind die Embryonen sichtbar. Der Herzschlag kann zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden. Anstrengende Aktivitäten sind jetzt zu vermeiden. Die Proteinzufuhr im Futter kann erhöht werden. Hierfür eignet sich sehr gut die Gabe von Welpenfutter. Zu diesem Zeitpunkt kann mit einer Ultraschalluntersuchung der Zustand der Trächtigkeit festgestellt werden. Besprechen Sie mögliche Risiken einer solchen Untersuchung mit dem Tierarzt.


Do, 04.10.2012
bis
Do, 11.10.2012

Die Augen und die Nervenstränge im Rückenmark werden gebildet. Die Organbildung beginnt. In dem derzeitigen Zustand sind die Embryonen sehr stark defektgefährdet. Die Entwicklung der Zitzen beginnt.


Di, 09.10.2012
bis
Sa, 13.10.2012

Dies ist der beste Zeitpunkt, um die Trächtigkeit anhand des Herzschlags zu diagnostizieren. Die Embryonen sind etwas walnussgroß und sind gleichmäßig im Uterus verteilt.


Termin Ultraschall:

Freitag 12.10.2012 um 11.30 Uhr (29. Trächtigkeitstag)

Ergebnis: negativ

Milka ist leer geblieben


5. Woche

Die Hündin hört auf, die Beine anzuziehen, weil das Gewicht ansteigt und die Welpen sich drehen. Das Anschwellen der weiblichen Scham wird merkbarer. Bitte achten Sie auf das Gewicht der Hündin und überfüttern Sie nicht. Die Herzschlag ist aufgrund der ansteigenden Flüssigkeit in der Gebärmutter nicht mehr länger als Diagnosemethode nutzbar.


Fr, 12.10.2012

Zehen, Barthaare und Krallen beginnen sich zu entwickeln.


Do, 18.10.2012

Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen nun aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Das Geschlecht ist bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Föten ist per Stetoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.


6. Woche

Machen Sie die Hündin mit der Welpenbox vertraut. Lassen Sie sie dort schlafen. Erhöhen Sie die Anzahl der Mahlzeiten und behalten Sie ihr Gewicht im Auge.


7. Woche

Die Hündin sollte jetzt nicht mehr mit anderen Hunden rauhe Spiele spielen oder springen. Per Röntgenaufnahme lassen sich Anzahl und Größe der Hündchen bestimmen.

Ab der 7. Woche messen Sie der Hündin einmal täglich rektal die Temperatur und notieren diese Werte.


So, 28.10.2012

Die Knochen verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet jedoch noch schlecht gezählt werden. Die Haare am Bauch der Hündin fallen aus.


8. Woche

Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im Bauch verursacht wird. Unterrichten Sie Ihren Tierarzt über den zu erwartenden Geburtszeitpunkt und erörtern Sie mit ihm mögliche Probleme. Stellen Sie die Utensilien für die Geburt zusammen und bereiten Sie alles vor.


Di, 30.10.2012
bis
Mi, 07.11.2012

Die Hündin verbringt sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an. Die Hündin wird unruhiger und sucht einen geeigneten Platz fürs Werfen. Sorgen Sie dafür, dass sie den Platz fürs Werfen so angenehm wie möglich vorfindet. Je nach Rasse kann man kleine Handtücher oder Waschlappen auf die Unterlage der Wurfkiste legen, um der Hündin Material für ihren "Nestbau" zu geben.


Do, 01.11.2012

Füttern Sie mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag, da der Bauch beengt ist. Die Bewegung der Welpen im Mutterleib ist leicht erkennbar, wenn man die flache Hand vorsichtig auf den Bauch der Hündin legt. Sie muss dazu völlig entspannt sein.


Do, 01.11.2012
bis
Fr, 16.11.2012

Säubern Sie Bauch und Schambereich mit warmem Wasser. Kürzen Sie das Haar rund um die Zitzen, um den Welpen den Zugang zu erleichtern.


9. Woche

Möglicherweise hat die Hündin keinen Appetit mehr, wenn die Zeit der Niederkunft naht.


So, 11.11.2012
bis
Mi, 14.11.2012

Die Hündin wird ruhelos und beginnt 'Nestbau' Verhalten zu zeigen.


Mo, 12.11.2012

Messen Sie nun morgens und abends die Temperatur der Hündin. Die normale Temperatur schwankt je nach Rasse und Alter der Hündin zwischen 37,5 und 39,4 Grad Celsius. Gerade wegen der großen Schwankungsbreite ist es wichtig, die normale Körpertemperatur zu kennen (Messungen 7. Woche). Wenn die Temperatur um ca. 1,5 bis 2 Grad Celsius fällt, werden die Welpen innerhalb der nächsten 6- 24 Stunden geboren.


Di, 13.11.2012

Die Hündin wirkt möglicherweise unglücklich, ruhelos, läuft immer hin und her und fühlt sich offensichtlich unwohl. Es kann sein, dass sich weisse Scheidenflüssigkeit absondert.


Mi, 14.11.2012

Der vorausberechnete Tag der Geburt. Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zum 66. Tag Zeit. Beobachten Sie Ihre Hündin vor allem bei Verspätungen sehr genau. Übelriechender, dunkler Ausfluss ist ein Alarmzeichen, sofort den Tierarzt aufzusuchen. Spätestens am 66. Tag muss ohnehin ein Tierarzt konsultiert werden. Es könnten Geburtsprobleme wie zu große oder abgestorbene Welpen vorliegen. Dann kann nur schnelles Handeln das Leben von Mutter und Welpen retten.