23. April 2013 - Dienstag

Meine beiden Ladys Bya-ra und Milka fingen langsam an den Schrecken vor der Treppe aus dem Dachgeschoss nach unten zu verlieren und liefen an diesem Morgen zum ersten Mal alleine runter. Allerdings viiiiiel zu schnell! Das hätte auch böse ausgehen können. Oma Indra nahm wie immer den zweibeinigen Aufzug.

 

Die Galloways hatten wohl die Nacht auf der Weide verbracht. Jedenfalls waren sie das letzte, was am Vorabend vom Fenster aus gesehen hatte und morgens auch wieder das erste … nebst unserem Brandentenpaar.

 

Nach dem Frühstück auf zu neuen Abenteuern!

 

Die Sonne tat sich anfangs schwer bis sie sich endlich durchsetzen konnte.

 

Unser Plan an diesem Morgen war mit dem Auto entlang der Bucht bis zur anderen Seite zu fahren, zur Marbæk Plantage, von wo aus man unser Haus sehen konnte … theoretisch.

 

Marbæk Plantage:

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Auf dem Weg vom Parkplatz am See durch den Wald zum Strand waren meine Mädchen schon etwas durch den Wind. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es war recht ungemütlich, der Himmel immer noch bedeckt und der Wind stürmisch und eisig. Nix für Weicheier! Mir fielen fast die Ohren ab. Am Strand angekommen tickten Bya-ra und Milka dann völlig aus. Überschüssige Energie. Sie hatten in den letzten Tagen wohl zu wenig Möglichkeit gehabt sich auszutoben. Immer an der Leine laufen ist eben auch auf Dauer stressig. Und irgendwie schien auch der Wind sie verrückt zu machen. Kurz knallte es zwischen den beiden. Nun war auch Frauchen genervt. Es war richtig ungemütlich, so dass wir nach kurzem Aufenthalt, den ich mir ganz anders vorgestellt hatte – denn dieser Strand ist eigentlich traumhaft – den Rückzug antraten.

 

Ich glaube selbst beim Anblick des Fotos vom Strand fängt man schon an zu frösteln.

Strand an der Marbæk Plantage
Strand an der Marbæk Plantage

Die Oma nahm’s gelassen und trotzte Wind und Wetter:

Ömchen "wetterfest"
Ömchen "wetterfest"

Und auch Milka hatte noch ihr Erfolgserlebnis und stockte ihre Holz-Sammlung auf. Pro Tag ein Holz, so wäre der Kofferraum voll geworden. Aber zum Glück waren nicht alle Holzstücke in Dänemark nach ihrem Geschmack.

Milka sammelt Kaminholz
Milka sammelt Kaminholz
Auf dem Rückweg vom Strand der Marbæk Plantage
Auf dem Rückweg vom Strand der Marbæk Plantage

Ein kurzer Blick über den See (vom Parkplatz aus) …

… und dann schnell wieder ins Auto.

 

Tja … Und was nun? Ein neuer Plan musste her! Am besten einen Ort suchen wo die Hunde, wenn schon nicht frei, dann aber doch wenigstens an der Schleppleine laufen konnten. Ständiges Maßregeln nervt Hunde und Frauchen.

 

Auf der Suche nach der Sonne fuhren wir Richtung Westen zur Nordseeküste.

 

Erster Halt am Tane Sø bei Børsmose:

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Graugänse am See:

 

Eine habe ich im Flug erwischt:

Graugans im Fluge
Graugans im Fluge
Graugans am Tane Sø
Graugans am Tane Sø

Auf dem See paddelte dieser Schönling:

Schwan
Schwan

Weiterfahrt zum Børsmose Strand, wo wir gegen Mittag ankamen.

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Mich faszinierten die bunt bewachsenen Dünen. Der helle Strandhafer, das Heidekraut, ein Farbspiel aus hellem Gelb, Rostbraun und fast schon einem Hauch von Türkis.

Dünen am Børsmose Strand
Dünen am Børsmose Strand

Auch der Strand dort hatte durch den weißen Sand, die Dünen, die Mündung des kleinen Flusses und das Glitzern des Wassers seinen besonderen Reiz:

Børsmose Strand
Børsmose Strand

Auf der Rückfahrt vom Strand durch die Wälder entdeckten wir einen sehr idyllisch gelegenen Parkplatz, der zum Verweilen einlud. Und zum Spaziergang! Ich hatte mir vorgenommen ein bisschen wie zu Hause das Training mit Futterbeutel und Schleppleine in den Spaziergang einzubauen. Let’s have fun! Ich ging dazu als erstes ein Stück mit Milka alleine in den Wald und entdeckte dabei ein landschaftlich sehr schönes Gebiet, woraufhin wir uns mit Sack und Pack und Kind und Kegel aufmachten den Wald zu erkunden und erst umdrehten, als wir Bedenken hatten, dass es Oma Indra bei den mittlerweilen doch warmen Temperaturen zu viel werden könnte. Dummerweise kam uns gerade in dem Moment, als ich Bya-ra von der kurzen Leine gelassen hatte, ein Jäger mit zwei Hunden entgegen. Wer das dänische Hundegesetz kennt, der kann sich vorstellen, wie schnell meine kleine Kampf-Tibeterin wieder angeleint war. Theater machte sie trotzdem, als Jäger und Hunde an uns vorbei liefen. Und Milka stimmte mit ein. Ein Glück, dass der Jäger total cool war und nur grinste.

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Unser kleiner Spaziergang:

(als Galerie zu verfolgen)

Auf der Weiterfahrt Richtung Vejers, wo wir allerdings nur durchfuhren, kamen wir nochmals am Tane Sø vorbei, hielten aber nur kurz an und entschieden uns in Blåvand zum Leuchtturm zu fahren, wo die Touristeninformation untergebracht war. Wir wollten uns mit Kartenmaterial eindecken. Leider musste wir feststellen, dass es die heiß geliebten „Wanderkarten“, die man normalerweise an den Parkplätzen der Dünenwälder (Klitplantagen) bekommt, in Zukunft nicht mehr geben wird – und wenn, dann nicht mehr umsonst.

 

Man kann sie aber im Internet downloaden. Und zwar hier:

Vandretursfoldere

 

Die Dame im Touristikbüro riet uns die Karten, die wir haben, gut aufzuheben. Ja, wir werden sie hüten wie einen Schatz!

 

Der Leuchtturm von Blåvand war übrigens wegen Renovierung „eingepackt“, daher kann ich leider kein Foto bieten.

 

Auf der Fahrt durch Blåvand führte natürlich kein Weg an der Bäckerei vorbei. In unserem Häuschen angekommen freuten wir uns sowohl über den herrlichen Blick über Felder und Bucht …

 

Sonne über der Bucht
Sonne über der Bucht

… wie auch über die leckeren Stückchen:

 

Mit Schoko und Vanillepudding! Hm … lecker!

Kaffeezeit!
Kaffeezeit!

Es wurde langsam Abend und da waren sie wieder, unsere Freunde, die Galloways:

Galloways an der Bucht von Ho
Galloways an der Bucht von Ho

Das allabendliche Ritual! Was gibt es schöneres für einen Tibet-Terrier als von oben über sein Reich zu blicken und nach Freund und Feind Ausschau zu halten?

Milka  und Bya-ra
Milka und Bya-ra