25. April 2013 - Donnerstag

Morgenstund hat Gold im Mund! Und das kann ich bestätigen. Oder auch: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Ich bin alles andere als ein Frühaufsteher, aber an diesem Morgen hat es sich gelohnt!

 

Kurz vor 5 Uhr:

Es wurde langsam hell.

Morgendämmerung
Morgendämmerung

5.10 Uhr:

Die Sonne ging auf

Sonnenaufgang
Sonnenaufgang

Alles war in orangefarbenes Licht getaucht:

Die Ho-Bucht am Morgen
Die Ho-Bucht am Morgen

6 Uhr:

Der Oberhammer! Wir sichteten den ersten Dachs unseres Lebens, der vermutlich auf dem Rückweg zu seinem Bau war und die Viehweide äußerst eiligst überquerte, als hätte er die Zeit verpasst und wäre spät dran. Wolfgang gelang sogar ein Foto. Ich war natürlich wieder mal nicht schnell genug aus dem Bett. Eigentlich hatten wir dieses seltene Ereignis Milka zu verdanken, die ihre Mama Bya-ra aus ihrem Körbchen heraus kommandieren wollte, was nicht gleich funktionierte. Das war der Grund, der unseren Schlaf störte und weshalb wir so früh wach waren.

 

Einen Dachs habe ich zwar mit der Kamera nicht erwischt, aber dafür Nachbars Katze auf Mäusejagd:

Mäusejäger
Mäusejäger

Der Wetterbericht hatte zwar Regen und Bewölkt gemeldet, aber wir bekamen trotzdem einen Hauch Sonne ab und konnten unsere Tagestour starten.

 

Vorher aber gab es noch ein weiteres Highlight! Halb 10 morgens in Dänemark.

 

Ein Fasanen-Mann auf unserer Wiese vor dem Haus! Dass ich es mir nicht nehmen ließ den stattlichen Herrn einige gefühlte 1000 mal zu fotografieren versteht sich von selbst.

 

Und es hat sich gelohnt. Schaut!

 

Hier pirschte sich Monsieur noch langsam ran. Zeit genug für den Griff nach der Kamera.

Fasan beim Ranpirschen
Fasan beim Ranpirschen

Und hier lief bzw. stand er direkt vor meinem Fenster:

Fasan in stolzer Haltung
Fasan in stolzer Haltung
Fasan vor meinem Fenster
Fasan vor meinem Fenster

Ein farbenfroher stolzer Fasanenmann!

 

Zum Thema „Fasan“ gibt es noch eine kleine Milka-Story:

 

Milka hatte ihn nämlich ebenfalls durch das Fenster gesehen, das bis zum Boden ging. Aber geistesgegenwärtig hatte ich sie gerade noch rechtzeitig zum Absitzen verdonnern können bevor mein Fotomotiv beim Anblick meiner kleinen Jägerin das Heil in der Flucht gesucht hätte. Als ich den Fasan von drinnen durch die Scheibe x-mal fotografiert hatte und ihn aus den Augen verlor, weil er um die Hausecke gebogen war, wollten wir natürlich versuchen ihn draußen auf der Terrasse oder im Garten noch einmal zu erwischen – ohne Fensterscheibe dazwischen. Wir haben es nicht verstanden und verstehen es bis heute nicht, denn er war wie vom Erdboden verschluckt und ich vermute, dass er sich irgendwo im Gebüsch versteckt hatte und sich heute noch ins Fäustchen lacht über die dämlichen Touristen. Und was sagt Milka dazu: „Hättet ihr mich mal besser machen lassen!“

 

Danach wurden die Utensilien für den Tagesausflug gepackt und los ging’s zuerst zum Houstrup Strand.

 

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Wir steuerten den großen Parkplatz an und starteten einen ausgiebigen Spaziergang hinter der Dünenreihe, vom Wind geschützt, gen Süden. Und rauf auf die Dünen! Wir ließen den Blick über Strand und Meer schweifen.

Das Damen-Trio hoch droben auf der Düne mitten im Strandhafer:

Milka, Bya-ra und Indra
Milka, Bya-ra und Indra
Das Trio in den Dünen von Houstrup Strand
Das Trio in den Dünen von Houstrup Strand

Zurück zum Parkplatz (wieder Richtung Norden) liefen wir am Strand entlang. Es war um die Mittagszeit, ca. 12 Uhr:

Indra am Strand von Houstrup
Indra am Strand von Houstrup

Am Parkplatz angekommen überlegten wir welches Ziel wir als nächstes ansteuern sollten. So richtig wollte uns keine Idee kommen. Außer … das gute Wetter weiter zu nutzen und etwas zu unternehmen, was Oma Indra zu Gute kommen würde, denn nachdem sie fleißig mit uns durch die Dünen und am Strand entlang gelaufen war, brauchte das Ömchen unbedingt Ruhe und Gelegenheit zum Schlafen. Somit entschieden wir uns – mal wieder! – für das Vogelschutzgebiet Tipperne. Auch diesmal wurde uns dort das volle Programm geboten.

 

Na, diesen hübschen Herrn im Federkleid, den kannten wir doch schon?

Uferschnepfe in Tipperne
Uferschnepfe in Tipperne

Ja, es war wieder die Uferschnepfe, immer noch auf Brautschau. Aber hier wohl mehr auf Futtersuche.

Männliche Uferschnepfe
Männliche Uferschnepfe

Im Hintergrund, das dürfte wohl seine Angebetete sein

Uferschnepfen
Uferschnepfen

Leider waren die Lichtverhältnisse zum Fotografieren nicht so, wie ich sie mir gewünscht hätte und die Uferschnepfe war auch nicht dazu zu bewegen sich entsprechend zu postieren.

 

Eine weitere höchst interessante Beobachtung:

 

Balzende Brandgänse(-enten):

Hier wäre eigentlich ein Video angebracht gewesen, um das Imponiergehabe inkl. Ton und Bewegung festzuhalten.

 

Nebenbuhler verjagen

Brandgänse
Brandgänse

Ich bin der Größte

Brandgänse
Brandgänse

Hau ab, du …!

Brandgänse
Brandgänse

Attackeeeee …!

Brandgänse
Brandgänse

Auch unser Freund, der Buchfink war wieder vor Ort. Er war so frech und wäre beinahe zur geöffneten Autotüre ins Auto geflogen, wo Milka schon auf der Lauer lag. So ein kleiner Bettelstudent! Sein penetrantes „Piiiiep! Piiiiep!“ zeugt schon von einer enormen Hartnäckigkeit.

Buchfink
Buchfink

Hier ein weiteres kleineres Objekt aus der Vogelwelt, die Schafsstelze:

Schafsstelze
Schafsstelze

Inzwischen war es Nachmittag geworden und wir mussten uns auf den Rückweg machen, denn Einkaufen in Blåvand war noch angesagt. Auf dem Weg zum Supermarkt begann es zu regnen. Die ersten Tropfen erwischten mich noch. Fischfrikadellen hatte ich übrigens mitgebracht und dazu gab es Kartoffelsalat zum Abendessen.